Jul 07 2017

Octane Heft 29

Top Themen

/ Seltener Gast bei der Mille Miglia
/ Versteckter Aufsteiger
/ Kein Typ für Jedermann
/ Endlich freie Bahn

Seltener Gast bei der Mille Miglia

Dieser AC Ace ist ein Veteran der Mille Miglia von 1956. Trotz Ferrari-Aufklebern reichte es nicht zum Sieg und auch danach musste der Ace im Rennbetrieb einiges einstecken – inklusive eines Jaguar XK-Motors.
Nach mehr als 20 Jahren Dornröschenschlaf wurde er reaktiviert und restauriert. So gründlich, dass sogar die falsch gepinselte Mille-Startnummer wieder zu sehen  ist.


Kein Typ für Jedermann

E-Type-Freunde gruselt es, wenn sie einen Eagle Spyder GT sehen. Für nicht weniger als 825.000 Euro plus ein Originla-Fahrzeug macht die Firma Eagle aus einem alten E-Type einen modernen Sportwagen. Der besser fährt als alle seine Jaguar-Brüder.
Ein Sakrileg? Ein Verbrechen? Oder haben wir uns einenperfekten E-Type nicht immer gewünscht?


 

Endlich freie Bahn!

Sie ist weg! Die alte Flugzeughalle auf der Start-Ziel-Geraden der historischen Rennstrecke von Brooklands ist abgebaut. Und damit rückt das Ziel der Brookland-Boys ein Stückchen näher, auf dieser Strecke wieder Rennen fahren zu können. Es fehlt noch die Restaurierung der nördlichen Steilkurve und einer Brücke – für eine Million Pfund. Das sollte zu schaffen sein.

Ergänzende Informationen zur Historie (Quelle Wikipedia):
Am 17. Juni 1907 wurde die Strecke mit einem großen Fest, Auto- und Pferderennen, auf die man damals nicht verzichten wollte, eröffnet. Noch gab es kaum Vorbilder für solche Veranstaltungen, und so lehnten sich die Regeln an Pferderennen an: Um die Fahrzeuge voneinander zu unterscheiden, trugen die Fahrer wie Jockeys farbige Rennjacken. Fahrtrichtung war gegen den Uhrzeigersinn. Jeder Teilnehmer legte die vorgegebene Rundenzahl zurück und bog nach der letzten Runde in die Zielgerade ein. Hinter der Ziellinie ging es noch ein kurzes Stück wieder über die Strecke, bevor eine Straße links Richtung Boxengasse führte. Die Gesamtlänge der Rennstrecke inklusive der Zielgeraden betrug 5,2 Kilometer (3,25 Meilen), 3,2 Kilometer davon waren ebene Strecke, alles rund 30 Meter breit.

Versteckter Aufsteiger

Der Dino 308 GT4 trug zu seiner Zeit den falschen Namen, hatte den falschen Designer und verkörperte das falsche Konzept – das war doch kein reinrassiger Ferrai, murrten die US-Kunden. Der Erfolg fiel mit mäßig aus, die Nachfrage blieb bis 2010 recht flau. Doch im Zuge der letztjährigen Ferrari-Rekordauktionen stiegen auch die Preis des Dino kräftig an.